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Monatsbetrachtung Oktober

Autoren: Michaela und Bernd Meierhofer

Checkliste für den Winter

Wir Imker können der Winterruhe der Bienen entspannt entgegensehen, falls folgende Punkte erfüllt sind:

  • die Völker haben bereits ausreichend Winterfutter bekommen
  • die Stärke der Völker ist ausreichend. Kümmerlinge wurden zu starken Völkern vereinigt
  • die Varroamilbe wurde ausreichend bekämpft
  • die Bienenstände wurden bereits sturmsicher gemacht und für den Winter vorbereitet. Die Deckel der Beuten sollten nun bestmöglich isoliert werden
  • die Bienenvölker wurden vor Mäusen geschützt (Gitter mit 6-7mm Maschenweite vor den Fluglöchern)
  • in den Bienenvölkern befinden sich junge, intakte, leistungsfähige Königinnen, welche ausreichend Pheromone abgeben und den Zusammenhalt im Volk sicherstellen

Was machen die Bienen derzeit?

Mit dem Rückgang der Temperaturen im Herbst wird der Flugbetrieb eingestellt. Bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius sitzen die Bienen dicht gedrängt in der kugeligen Wintertraube. Die Kerntemperatur der Wintertraube beträgt 35 Grad Celsius, falls noch Brut vorhanden ist. Die Bienen erreichen diese Wärme durch Zitterbewegungen.  Die Wintertraube wird nun anfänglich in der Nähe des Flugloches gebildet und rückt im Laufe des Winters langsam nach hinten und oben zu den Futtervorräten nach (siehe Monatsbetrachtung September). Die ersten, langlebigen Winterbienen sind bereits Anfang September geschlüpft. Es gilt nun diese Winterbienen möglichst zu schonen und deren Langlebigkeit zu fördern. Alle Eingriffe sollten daher bestmöglich überlegt sein und unnötige Störungen müssen vermieden werden. Für etwaige Eingriffe sind daher ausschließlich warme Tage zu wählen.

Oje! – Noch nicht genügend Winterfutter

Die Auffütterung sollte ja schon bis Mitte/Ende September abgeschlossen worden sein. Falls der September zu kalt war oder es ständig regnete, dürfte der eine oder andere Imker mit seinen Tätigkeiten ins Hintertreffen geraten sein. Beobachtungen zeigen, dass früh eingefütterte Völker besser überwintern. Sollte dennoch jemand noch füttern müssen, sollte hierfür möglichst Invertfutter in der Nähe des Bienensitzes (Futtertaschen) verwendet werden.

Achtung: auch für entsprechende Schwimmhilfen/Aufstiegshilfen in den Futtertaschen sorgen.

Fit für den Winter

Bei Großraumbeuten wird immer einzargig überwintert. Bei kleineren Beutensystemen sind zwei oder drei Zargen notwendig. MiniPlus-Völker und Kieler-Beuten sind immer dreizargig zu überwintern. Die Menge an Winterfutter sollte bei normalen Völkern 20 bis 25 kg betragen. Das Winterfutter muss bis zur ersten Frühtracht (Obstblüte) reichen. Bei kleineren Beutensystemen (MiniPlus, Kieler-Beuten etc) ist entsprechend weniger Winterfutter nötig. Notfalls muss bei diesen kleinen Beutensystemen im Frühjahr mit vollen Futterwaben nachgeholfen werden. Da bei diesen Beutensystemen auch die Isolation und der Luftaustausch anders ist. müssen gegebenenfalls nasse Hartfaser-Dämm-Deckel auch im Winter rasch getauscht werden. Es ist daher anzuraten, für diese Beutensysteme Futterwaben und Hartfaser-Dämm-Deckel zur Reserve aufzubewahren.

Pollen- und Leerwaben können bei niedrigen Außentemperaturen für die Bienen eine unüberwindbare Barriere darstellen. Sie sollten deshalb im Herbst nach außen gegeben oder entfernt werden. Imker, welche mit dem angepassten Brutraum arbeiten, können bereits ihre Schiede vorbereiten und in die Beuten hängen, sofern sie nicht schon dort sind. Das Schieden gemäß der Wintertraube erfolgt dann im November bzw. Dezember, da erst in diesen Monaten die Größe der Wintertraube klar erkennbar wird.

Auch der Oktober ist noch ein günstiger Zeitpunkt für einen Königinnentausch (siehe auch Monatsbetrachtung September). Da jetzt keine Drohnen mehr vorhanden sind und die zugesetzten Königinnen auch entsprechend reif (sie sind bereits mehrere Monate in Eilage gewesen und produzieren ausreichende Pheromone) sind, funktioniert das Umweiseln meist problemlos.  Für das Umweiseln können die kleinen Transportkäfige mit Futterteigverschluss verwendet werden. Da diese Käfige aber in der Regel aus Kunststoff sind, greift der umweltbewusste Imker hier lieber zum wiederverwendbaren Wohlgemuthkäfig (siehe auch Monatsbetrachtung Juli) aus Holz.

Isolierung Beutendeckel

Isolierung Beutendeckel

Isolierung mit Leinentaschen

Isolierung mit Leinentaschen

Isolierung der Beuten – Unsere Methode

Die Isolation des Deckels ist sicherlich am Wichtigsten. Wir belassen unsere Futterzargen auf den Stöcken und befüllen diese mit ausgestopften Leinentaschen. Die Leinentaschen werden bei uns mit duftendem Wiesenheu befüllt. Darüber kommt dann noch ein einfacher Deckel mit Hartfaser-Dämm-Füllung und darüber noch ein spezieller, dicker Isolierdeckel. Den Abschluss bildet das Blechdach. Damit das Blechdach nicht direkt auf den Isolierdeckeln aufliegt und es zwischen Blechdach und Isolierdeckel nicht zu Schimmel kommen kann, haben wir mit zwei Holz-Pilzköpfe (gibt es bei Firma Janisch) am Rande des Isolierdeckels für eine ausreichende Hinterlüftung des Blechdachs gesorgt. Das Blechdach steht auf der Fluglochseite um die Höhe der Pilzköpfe höher in der Luft als auf der Rückseite der Beuten. Regenwasser kann somit auch gut von den Blechdächern abrinnen.

Die gefüllten Leinentaschen nehmen die Feuchtigkeit gut auf. Damit die Bienen die Leinentaschen nicht durch die Öffnung für das Futtergeschirr anknabbern können, verschließen wir das Loch in der Mitte der Futterzarge mit einem Propolisgitter. Die Bienen können somit das Gitter nach ihren eigenen Vorstellungen verkleben.

Unsere Beuten haben einen offenen Gitterboden. Wir belassen aber die Stockwindeln in den Stöcken. Wir erachten dies als Kompromiss zwischen einem geschlossenen Boden und einem komplett offenen Gitterboden. Beide Varianten werden von Imkern propagiert. Wir wollen aber weiterhin das Gemüll auf den Stockwindeln analysieren (Sitz des Bienenvolkes, Tätigkeiten des Bienenvolkes etc.) und die abfallende Varroa kontrollieren. Letztes Jahr hätten wir versucht durch das Aufkleben von zusätzlicher Luftpolsterfolie auf der Stockwindel einen positiven Effekt zu erwirken. Wir denken, dass es keinen Einfluss auf die Überwinterung hatte. Da die Luftpolsterfolie aus Kunststoff ist, wird sie dieses Jahr weggelassen.

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