{"id":3937,"date":"2023-06-04T11:33:24","date_gmt":"2023-06-04T09:33:24","guid":{"rendered":"https:\/\/imker-aigen.at\/?p=3937"},"modified":"2023-06-04T15:39:04","modified_gmt":"2023-06-04T13:39:04","slug":"verschiedene-wege-in-der-imkerei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/imker-aigen.at\/index.php\/2023\/06\/04\/verschiedene-wege-in-der-imkerei\/","title":{"rendered":"Verschiedene Wege in der Imkerei"},"content":{"rendered":"<div  class='flex_column av-6xsxbl-692e861cac69841734f1483ea71ab36e av_one_full  avia-builder-el-0  avia-builder-el-no-sibling  first flex_column_div  '     ><p>\n<style type=\"text\/css\" data-created_by=\"avia_inline_auto\" id=\"style-css-av-lih7y7kz-9dec9a9c09ddfbaa87effb3e1e6fcfec\">\n#top .av-special-heading.av-lih7y7kz-9dec9a9c09ddfbaa87effb3e1e6fcfec{\npadding-bottom:10px;\n}\nbody .av-special-heading.av-lih7y7kz-9dec9a9c09ddfbaa87effb3e1e6fcfec .av-special-heading-tag .heading-char{\nfont-size:25px;\n}\n.av-special-heading.av-lih7y7kz-9dec9a9c09ddfbaa87effb3e1e6fcfec .av-subheading{\nfont-size:15px;\n}\n<\/style>\n<div  class='av-special-heading av-lih7y7kz-9dec9a9c09ddfbaa87effb3e1e6fcfec av-special-heading-h1 blockquote modern-quote modern-centered  avia-builder-el-1  el_before_av_image  avia-builder-el-first '><h1 class='av-special-heading-tag '  itemprop=\"headline\"  >Verschiedene Wege in der Imkerei<\/h1><div class=\"special-heading-border\"><div class=\"special-heading-inner-border\"><\/div><\/div><\/div><br \/>\n\n<style type=\"text\/css\" data-created_by=\"avia_inline_auto\" id=\"style-css-av-lihg6lx7-d872cd1338e0db4bfeedd6b4db82027b\">\n.avia-image-container.av-lihg6lx7-d872cd1338e0db4bfeedd6b4db82027b img.avia_image{\nbox-shadow:none;\n}\n.avia-image-container.av-lihg6lx7-d872cd1338e0db4bfeedd6b4db82027b .av-image-caption-overlay-center{\ncolor:#ffffff;\n}\n<\/style>\n<div  class='avia-image-container av-lihg6lx7-d872cd1338e0db4bfeedd6b4db82027b av-styling- avia-align-center  avia-builder-el-2  el_after_av_heading  el_before_av_hr '   itemprop=\"image\" itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/ImageObject\" ><div class=\"avia-image-container-inner\"><div class=\"avia-image-overlay-wrap\"><img decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\" class='wp-image-3959 avia-img-lazy-loading-not-3959 avia_image ' src=\"https:\/\/imker-aigen.at\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/sign_heaven_hell.jpg\" alt='' title='sign_heaven_hell'  height=\"166\" width=\"500\"  itemprop=\"thumbnailUrl\" srcset=\"https:\/\/imker-aigen.at\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/sign_heaven_hell.jpg 500w, https:\/\/imker-aigen.at\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/sign_heaven_hell-300x100.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/div><\/div><\/div><br \/>\n\n<style type=\"text\/css\" data-created_by=\"avia_inline_auto\" id=\"style-css-av-5p4zip-ea541a1a662296d3f6c1323226d76995\">\n#top .hr.av-5p4zip-ea541a1a662296d3f6c1323226d76995{\nmargin-top:30px;\nmargin-bottom:30px;\n}\n.hr.av-5p4zip-ea541a1a662296d3f6c1323226d76995 .hr-inner{\nwidth:50px;\nmax-width:45%;\n}\n<\/style>\n<div  class='hr av-5p4zip-ea541a1a662296d3f6c1323226d76995 hr-custom  avia-builder-el-3  el_after_av_image  el_before_av_textblock  hr-center hr-icon-yes'><span class='hr-inner inner-border-av-border-thin'><span class=\"hr-inner-style\"><\/span><\/span><span class='av-seperator-icon avia-iconfont avia-font-entypo-fontello' data-av_icon='\ue8bf' data-av_iconfont='entypo-fontello' ><\/span><span class='hr-inner inner-border-av-border-thin'><span class=\"hr-inner-style\"><\/span><\/span><\/div><br \/>\n<section  class='av_textblock_section av-lih83uul-f2fcbc6554e0ab7bd86488018f151772 '   itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock'  itemprop=\"text\" ><p>Autorin: Adelheid Speyer<\/p>\n<h3><strong>Tradierte und neue Zielsetzungen<\/strong><\/h3>\n<p>Wer mit Bienenhaltung beginnt, stellt sich zun\u00e4chst die Frage, wie er\/sie optimal mit diesen so erstaunlichen und immer wieder zu Begeisterung f\u00fchrenden Wesen umgehen soll. Bereits erworbenes Wissen und pers\u00f6nliche Erfahrungen beeinflussen die Anf\u00e4nger\/innen und bestimmen deren Zugang zur Bienenhaltung. Manche von ihnen legen ihre Zielsetzung auf Honigertrag, die anderen auf gl\u00fcckliche Momente mit gro\u00dfartigen Lebewesen, andere m\u00f6chten, nachdem in den Medien so viel vom \u201eBienensterben\u201c die Rede war und ist, einen Beitrag in Hinblick auf eine ges\u00fcndere Umwelt und ges\u00fcndere Bienen leisten.<\/p>\n<p>Viele suchen einen Ausweg aus der herk\u00f6mmlichen Imkerei, die in erster Linie den wirtschaftlichen Nutzen anzielt. Immer h\u00e4ufiger stellen Anf\u00e4nger\/innen die Freude an den Bienen und \u00f6kologische Gesichtspunkte vor den maximalen Honig- oder Wachsertrag. Viele m\u00f6chten entsprechend den Bed\u00fcrfnissen der Bienen, des \u201aBiens\u2018, imkern und suchen Wege, dies zu verwirklichen.<\/p>\n<p>Forschung und Aufkl\u00e4rung \u00fcber \u00f6kologische Zusammenh\u00e4nge haben uns die Gefahren der Ausbeutung unserer Erde und ihrer Gesch\u00f6pfe immer deutlicher zu Bewusstsein gebracht. Der Schwund der Arten ist eine Bedrohung f\u00fcr die gesamte \u00d6kologie. Viele Menschen sind beunruhigt. Der Ruf, V\u00f6gel, Insekten, Wildbienen und Bienen und \u00fcberhaupt den Reichtum der Tierarten besser zu sch\u00fctzen, ist nicht mehr zu \u00fcberh\u00f6ren. Deshalb beziehen inzwischen viele Imker-Vereine auch die Wildbienen in ihre \u00dcberlegungen und in ihre Projekte ein.<\/p>\n<p>Welche Behausung erf\u00fcllt die W\u00fcnsche der Bienen am besten? Aus welchem Material soll die Bienenwohnung gebaut sein, was kommt dem urspr\u00fcnglichen Ort am n\u00e4chsten, wo Bienen von jeher gelebt haben? Eine F\u00fclle von Fachliteratur und Literatur, die auf \u00f6kologische Zusammenh\u00e4nge verweist, vermag manche Antworten zu geben, aber auch zu verwirren.<\/p>\n<p>Leider ist inzwischen auch dieser Bereich vermehrt von wirtschaftlichen Interessen gesteuert. Eine F\u00fclle von Beutesystemen werden beworben und vielversprechende Perspektiven er\u00f6ffnet. Bestimmte Beutensysteme, so wird behauptet, w\u00fcrden sogar die Behandlung gegen die Varroa er\u00fcbrigen. Manche Beuten sind angeblich so leicht zu handhaben, dass die Bienen nahezu sich selbst \u00fcberlassen werden k\u00f6nnten. Der\/die Anf\u00e4nger\/in ohne Grundwissen ist allzu leicht geneigt, diesen Versprechungen zu glauben. Hier muss ganz entschieden auf die Gefahr von Irref\u00fchrungen hingewiesen werden. Frust und Entt\u00e4uschung sind vorprogrammiert, wenn man diesen Versprechungen in anf\u00e4nglicher Begeisterung allzu sehr Glauben schenkt; denn sich selbst \u00fcberlassene Bienenv\u00f6lker \u00fcberleben meist schon den ersten Winter nicht mehr. Mit der Form der Bienenwohnung sind die Probleme der Bienen nicht aus der Welt geschafft! Eine intakte pestizidfreie Umwelt mit bl\u00fchenden Wiesen und Str\u00e4uchern ist vielleicht sogar wichtiger!<\/p>\n<p>Bernhard Heuvel (Vizepr\u00e4sident des Deutschen Erwerbs- und Berufsimkerbundes (DBIB)), der viele Jahre mit der Warr\u00e9-Beute im Stabilbau, also mit Naturwabenbau, geimkert hat, meint in einer <a href=\"https:\/\/www.bienenundnatur.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Imkern-im-M%C3%A4rz_Heuvel_bienen-und-natur.pdf\">Monatsbetrachtung M\u00e4rz 2019<\/a> f\u00fcr die Zeitschrift <a href=\"https:\/\/www.bienenundnatur.de\/\">bienen &#038; natur<\/a>:<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u2026, dass die Landschaft, in der die Bienen leben, einen viel gr\u00f6\u00dferen Einfluss auf die Bienengesundheit hat, als der Imker mit seiner Betriebsweise es jemals haben kann. Die Bienen leben eben nicht nur im Bienenkasten, sondern sie leben in einer Landschaft. Und wenn diese Landschaft die Bienen nicht mehr ern\u00e4hren kann und wenn Pestizide aller Art hinzukommen, dann k\u00f6nnen wir mit Schw\u00e4rmenlassen, \u00dcberwintern auf Honig und anderen Ma\u00dfnahmen eventuell die Not lindern, aber das grundlegende Problem ist damit nicht aus der Welt. Und wer aufmerksam ist, der wird bemerken, dass nicht die Bienen ein Imkerproblem haben, sondern der gesamte Naturhaushalt hat ein Problem, wie wir Menschen mit der Landschaft umgehen. Eine zunehmende Versiegelung der B\u00f6den durch Neubau, Industriegebiete und Autobahnen, eine Ver\u00f6dung der G\u00e4rten mit Steinen und Beton und die Monokultur der heutigen Landwirtschaft \u2013 die \u00fcbrigens von uns als Verbrauchern gef\u00f6rdert wird \u2013 tragen dazu bei, dass wir heute das siebtgr\u00f6\u00dfte Artensterben seit Anbeginn der Geschichte erleben. In der Dimension, wie fr\u00fcher die Dinosaurier ausgestorben sind. Vor allem Insekten und insektenfressende Lebewesen sind betroffen. Und damit auch unsere Bienen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Da Bienenhaltung sehr voraussetzungsreich ist, ist es sinnvoll, sich unabh\u00e4ngig vom gew\u00e4hlten Beuten- und Betriebssystem mit anderen Imkern auszutauschen, Bienenpatenschaften und die Mitgliedschaft in \u00f6rtlichen Imkervereinen sind daher sehr zu empfehlen und zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<h3><strong>Wesensgem\u00e4\u00dfe Bienenhaltung<\/strong><\/h3>\n<p>Wer sich mit Literatur \u00fcber Bienen besch\u00e4ftigt, wird sehr schnell auf die \u201aWesensgem\u00e4\u00dfe Bienenhaltung\u2018 sto\u00dfen. \u201aWesensgem\u00e4\u00dfe Bienenhaltung\u2018 ist f\u00fcr viele Imker-Anf\u00e4nger\/innen ein vielversprechender Ausganspunkt und ein erstrebenswertes Ziel. Die Wurzeln der \u201aWesensgem\u00e4\u00dfen Bienenhaltung finden wir bei Rudolf Steiner (1861-1925) und Ferdinand Gerstung (1860-1925), die vor rund 100 Jahren die Grundlagen f\u00fcr ein neues Verst\u00e4ndnis des \u201aBiens\u2018 als EIN Lebewesen gelegt haben. Die Wirkung ihrer \u00dcberlegungen begann aber erst in den 1970er und 1980er Jahren, da diese ein nachhaltiges Umdenken in der \u00d6kologie gebracht haben.<\/p>\n<p>Mit der Ausbreitung der in den 1980er Jahren eingeschleppten Varroa-Milbe war man mit einem gro\u00dfen Bienensterben konfrontiert. In dieser Krise stellten einige Imker im Umfeld der neu gegr\u00fcndeten Lehr- und Versuchsimkerei Fischerm\u00fchle ihre imkerliche Praxis grundlegend in Frage und begannen vor dem Hintergrund der Vortr\u00e4ge Rudolf Steiners \u00fcber die Welt der Bienen und des Werkes von Ferdinand Gerstung neue Betriebsweisen zu entwickeln. So wurde im Jahr 1985 \u201aMellifera e. V.\u2018 als \u201aVereinigung f\u00fcr wesensgem\u00e4\u00dfe Bienenhaltung\u2018 gegr\u00fcndet. Die \u201aBundesfachgruppe Demeter Bienenhaltung\u2018 entwickelte die biodynamischen Richtlinien f\u00fcr die Art der Haltung, die seit 1995 der Zertifizierung f\u00fcr Produkte aus Demeter Bienenhaltung dienen.<\/p>\n<p>Kernelemente der \u201aWesensgem\u00e4\u00dfen Bienenhaltung\u2018 sind die Vermehrung durch den Schwarmtrieb, der Naturwabenbau und die nat\u00fcrliche Begattung der K\u00f6nigin. K\u00f6niginnenzucht wird abgelehnt, ebenso eine chemisch-synthetische Varroa-Bek\u00e4mpfung. Das Material der Beute besteht meist aus Holz, es gibt auch Beuten aus Stroh oder Schilf. Wichtig ist der Blick auf die an den Standort angepasste lokale Biene. Auch die Haltung der urspr\u00fcnglich in Europa heimischen Dunklen Biene, Mellifera mellifera ist vielen wesensgem\u00e4\u00dfen Imkern ein Anliegen, vor allem in Deutschland.<\/p>\n<p>Naturwabenbau erleichtert die Kommunikation zwischen den Bienen im dunklen Stock. Waben sind der Tanzboden f\u00fcr den Schw\u00e4nzeltanz. Indem sie Vibrationen mit verschl\u00fcsselten Informationen weiterleiten, k\u00f6nnen Mitteilungen \u00fcber die Waben von einzelnen Bienen an die \u00fcbrigen Stockmitglieder in k\u00fcrzester Zeit im ganzen Stock verbreitet werden. Den Wabenbau haben die Bienen \u00fcber viele Millionen Jahre hinweg perfektioniert. Bei Naturwaben bauen die Bienen eine Vielfalt unterschiedlicher Zellgr\u00f6\u00dfen. Die Befestigung der Waben erfolgt durch die Bienen so, dass die Waben frei schwingen und Vibrationen besser leiten k\u00f6nnen und schlie\u00dflich werden von den Bienen L\u00f6cher in den Waben angelegt, die als Durchschlupf und zur Optimierung des Klimas im Bienenstock dienen. Dieses Wabenwerk gilt als \u201aSkelett\u2018 des Bien.<\/p>\n<p>Beispiele f\u00fcr Beuten, die den Anspr\u00fcchen an eine \u201aWesensgem\u00e4\u00dfe Bienenhaltung\u2018 entsprechen wollen, sind:<\/p>\n<ul>\n<li>die \u201aBienenkiste\u2018,<\/li>\n<li>die \u201aEinraumbeute\u2018,<\/li>\n<li>die \u201aBienenwiege\u2018<\/li>\n<li>der \u201aWeissenseiffener H\u00e4ngekorb\u2018.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch die Warr\u00e9-Beute wird manchmal f\u00fcr diese Art der Bienenhaltung verwendet.<\/p>\n<h3><strong>Artgem\u00e4\u00dfe Bienenhaltung: Unsere Bienen sind urspr\u00fcnglich Waldbewohner<\/strong><\/h3>\n<p>Die \u201aartgem\u00e4\u00dfe Bienenhaltung\u2018 orientiert sich an den Lebensbedingungen von wilden Honigbienen in B\u00e4umen. Bienen haben urspr\u00fcnglich ihre Nistpl\u00e4tze bevorzugt in Hohlr\u00e4umen von B\u00e4umen, manchmal auch in Felsnischen bezogen. Menschen haben schon vor ca. 10 000 Jahren angefangen, Honig von wilden Bienen aus hohlen B\u00e4umen oder aus Felsh\u00f6hlungen zu sammeln, wie Felszeichnungen beweisen (Mesolithische H\u00f6hlenmalerei in den Cuevas de la Ara\u00f1a in Spanien).<\/p>\n<p>Die erste von \u201aHonigsammlern\u2018 entwickelte Art der Bienenhaltung in Europa war seit dem Fr\u00fchmittelalter die <strong>Zeidlerei<\/strong>. Die Zeidler waren somit die ersten \u201aBerufsimker\u2018. Kaiser Karl der Gro\u00dfe f\u00f6rderte die Bienenhaltung. Honig war ein Luxusgut, es gab damals noch keinen Zucker. Nur mit Honig lie\u00dfen sich S\u00fc\u00dfspeisen, Lebkuchen oder Met herstellen. Vor allem das Wachs war f\u00fcr Kerzen in Kl\u00f6stern und Kirchen begehrt. Die Zeidler haben gut zug\u00e4ngliche alte B\u00e4ume in einer H\u00f6he von ca. 6 Metern mit Hohlr\u00e4umen versehen, haben ein Flugbrett vor dem Eingang angebracht und darauf gehofft, dass ein Bienenschwarm in diese einziehen werde. Von bezogenen Pl\u00e4tzen in diesen vorbereiteten B\u00e4umen konnte man dann Honig und Wachs ernten. Ab 1660 ver\u00e4nderte sich das Leben der Zeidler. Rohrzucker aus S\u00fcdamerika l\u00f6ste den Honig als S\u00fc\u00dfungsmittel ab. Nach der Reformation wurden Kl\u00f6ster aufgel\u00f6st und brauchten weniger Wachs; statt Met wurde immer mehr Bier gebraut. Die Zeidlerei verschwand.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter ging man dazu \u00fcber, ausgeh\u00f6hlte Baumst\u00e4mme bei sich zu Hause aufzustellen und dort Schw\u00e4rme anzusiedeln; dies waren die Anf\u00e4nge der Imkerei in sogenannten <strong>Klotzbeuten<\/strong>.<\/p>\n<p>Auch in heutigen W\u00e4ldern, vor allem in geschlossenen gro\u00dfen Waldgebieten, gibt es immer wieder <strong>wild lebende Bienenv\u00f6lker. <\/strong>Siehe dazu auch den Fachbericht des <a href=\"https:\/\/www.bienenjournal.de\/\">Deutschen Bienen Journals<\/a> \u00fcber &#8222;<a href=\"https:\/\/www.bienenjournal.de\/imkerpraxis\/fachberichte\/wild-lebende-honigbienenvoelker\/\">Wild lebende Honigbienenv\u00f6lker und ihr Verhalten<\/a>&#8222;<\/p>\n<p>Allerdings d\u00fcrfen wir nicht annehmen, dass Schw\u00e4rme, die dem Imker entkommen, in einem dicht besiedelten Gebiet und einer hohen Varroa-Belastung der Bienenv\u00f6lker eine Chance haben, zu \u00fcberleben. Auch wenn wir uns das noch so sehr w\u00fcnschen: Die Voraussetzungen f\u00fcr wildlebende Bienen sind nur in Ausnahmef\u00e4llen gegeben. Die Realit\u00e4t zeigt in der Regel einen schnellen Tod der Schw\u00e4rme, vielfach bereits vor dem Winter.<\/p>\n<p>Beispiele f\u00fcr Beuten, die den Anspr\u00fcchen an eine \u201aArtgem\u00e4\u00dfe Bienenhaltung\u2018 entsprechen, sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Baumh\u00f6hlensimulationen: die urspr\u00fcngliche Klotz-Beute<\/li>\n<li>der Schiffer-Tree<\/li>\n<li>der Swiss-Tree (eine Weiterentwicklung des Schiffer-Tree)<\/li>\n<li>der Steez-Tower.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Gemeinsamkeiten und Unterschiede<\/strong> einer wesensgem\u00e4\u00dfen und einer artgem\u00e4\u00dfen Bienenhaltung im Idealfall (siehe auch Artikel in der Zeitschrift &#8222;<a href=\"https:\/\/www.bienenundnatur.de\/\">bienen &#038; natur<\/a>&#8220; \u00fcber &#8222;<a href=\"https:\/\/www.bienenundnatur.de\/aktuelles\/wesensgemaesse-artgemaesse-bienenhaltung-das-steckt-dahinter\/\">Wesensgem\u00e4\u00dfe Bienenhaltung: Das steckt dahinter<\/a>&#8222;):<\/p>\n<\/div><\/section><br \/>\n<div class='avia-data-table-wrap av-av_table-83f72f0c8a0b1a10866ca7aba53386ae avia_scrollable_table avia-table-1'><table  class='avia-table avia-data-table avia_pricing_default  avia-builder-el-5  el_after_av_textblock  el_before_av_textblock '  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Table\" ><tbody><tr class='avia-heading-row'><th class='avia-desc-col'><\/th><th class=''>wesensgem\u00e4\u00df                                    <\/th><th class=''>artgem\u00e4\u00df<\/th><\/tr><tr class=''><th class='avia-desc-col'>V\u00f6lkervermehrung              <\/th><td class=''>Schwarm<\/td><td class=''>Schwarm<\/td><\/tr><tr class=''><th class='avia-desc-col'>Wabenwerk                           <\/th><td class=''>Naturbau<\/td><td class=''>Naturbau<\/td><\/tr><tr class=''><th class='avia-desc-col'>K\u00f6niginnen<\/th><td class=''>Standbegattung                                  <\/td><td class=''>Standbegattung                                  <\/td><\/tr><tr class=''><th class='avia-desc-col'>Gr\u00f6\u00dfe der V\u00f6lker      <\/th><td class=''>gro\u00df<\/td><td class=''>klein<\/td><\/tr><tr class=''><th class='avia-desc-col'>Wabenbau                             <\/th><td class=''>mobil<\/td><td class=''>stabil<\/td><\/tr><tr class=''><th class='avia-desc-col'>Ort der Behausung<\/th><td class=''>auf dem Boden<\/td><td class=''>hoch im Baum<\/td><\/tr><tr class=''><th class='avia-desc-col'>F\u00fctterung                              <\/th><td class=''>nach Bedarf mit Zucker <\/td><td class=''>keine<\/td><\/tr><tr class=''><th class='avia-desc-col'>Varroa-Behandlung<\/th><td class=''>viele und regelm\u00e4\u00dfig<\/td><td class=''>keine<\/td><\/tr><tr class=''><th class='avia-desc-col'>Kontakt zum Mensch<\/th><td class=''>h\u00e4ufig und eng   <\/td><td class=''>sehr gering bis fehlend<\/td><\/tr><tr class=''><th class='avia-desc-col'>V\u00f6lkerdichte                         <\/th><td class=''>sehr hoch: 10-25 V\u00f6lker pro km2   <\/td><td class=''>sehr gering: 1 Volk pro km2<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/div><br \/>\n<section  class='av_textblock_section av-lih8na0t-724e83c3fbf71cb87619dbaae4cb7fc7 '   itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock'  itemprop=\"text\" ><h3><strong>Der Weg zur heutigen Imkerei in Europa<\/strong><\/h3>\n<p>Bis zum 20. Jahrhundert war die Bienenhaltung in das Gef\u00fcge der Landwirtschaft eingebettet. Hier kam auch den Kl\u00f6stern mit Landwirtschaft, Klosterg\u00e4rten und integrierter Bienenhaltung eine gro\u00dfe Bedeutung zu. Fast jeder Bauer hatte einige Bienenst\u00f6cke. Damit war die Best\u00e4ubung der Obstb\u00e4ume und der Gem\u00fcsepflanzen gesichert und obendrein war auch ein bescheidener Honigertrag sehr willkommen. Innerhalb der Landwirtschaft ging es auch bei der Bienenhaltung um Nutzen und Ertrag.<\/p>\n<p>Neben der Waldimkerei gab es in Europa auch die <strong>Korbimkerei<\/strong>. In Heidegebieten hielt man Bienen in Bienenbehausungen aus Stroh oder Ruten, in St\u00fclpern oder K\u00f6rben mit relativ kleinem Fassungsverm\u00f6gen. Da Heidetracht eine Sp\u00e4ttracht ist, musste man f\u00fcr den Herbst gen\u00fcgend Schw\u00e4rme, also Jungv\u00f6lker haben, die sich erst richtig entwickeln, wenn die Heide zu bl\u00fchen beginnt. Bei der Ernte von Honig und Wachs wurde das Wabenwerk zerst\u00f6rt und damit das ganze Volk. Da aber die Bienen in den K\u00f6rben bis zu dreimal schw\u00e4rmten, hatte man gen\u00fcgend V\u00f6lker, um den Verlust der abgeernteten V\u00f6lker auszugleichen. \u00dcberwintert wurde in der Regel nur ein Drittel der V\u00f6lker.<\/p>\n<p>Der Weg zur <strong>modernen Imkerei<\/strong> begann im 19. Jahrhundert. Man fertigte K\u00e4sten aus Stroh oder auch aus Holz und mit der Erfindung der <strong>mobilen R\u00e4hmchen<\/strong> war ein Meilenstein zur heutigen Magazinbeute gesetzt. Diese Art der Bienenhaltung ist heute am verbreitetsten. Der Ertrag pro Bienenvolk hat sich seither verdreifacht und es wird eifrig daran gearbeitet, den Ertrag weiter zu steigern.<\/p>\n<p>Wenn der heutige Anf\u00e4nger in der Imkerei die Frage nach der \u201arichtigen\u2018 Bienenwohnung stellt, ber\u00fchrt er in gewisser Weise die Geschichte der Imkerei. Viele Generationen von Imkern haben diese Frage mit immer wieder neuem Interesse und Forschergeist weiter verfolgt und Neuerungen geschaffen, auf denen immer weiter aufgebaut wurde.<\/p>\n<p>Ein umfangreicher \u00dcberblick \u00fcber die Imkerei ist im Wikipedia Beitrag &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geschichte_der_Imkerei\">Geschichte der Imkerei<\/a>&#8220; zu finden.<\/p>\n<h3><strong>Ein gest\u00f6rtes Gleichgewicht in der heutigen Landwirtschaft <\/strong><\/h3>\n<p>Die urspr\u00fcngliche Landwirtschaft mit kleinteiligen Strukturen, die Obst- und Gartenbau, Getreidebau und Tierhaltung mit Einschluss der Bienen umfasste, wurde seit der Notwendigkeit einer zunehmenden Spezialisierung und Technisierung immer schwieriger. Deshalb kam es dazu, dass zuerst die \u201akleinen Bauern\u2018 mit der Landwirtschaft aufgeh\u00f6rt haben, da ihr Grund und Boden sie nicht mehr ern\u00e4hren konnten. Gro\u00dfbauern \u00fcbernahmen die Anbaufl\u00e4chen der kleinen Bauern und wurden immer gr\u00f6\u00dfer und gleichzeitig einseitiger. Parallel zum \u201eBauernsterben\u201c vollzog sich Ende des letzten Jahrhunderts auch ein \u201eImkersterben\u201c. Viele Bienenst\u00e4nde wurden aufgegeben. Die urspr\u00fcngliche Vielheit der landwirtschaftlichen Bereiche wich infolge der Spezialisierung, Mechanisierung und Arbeitsteilung Monokulturen. Heute sind die landwirtschaftlichen Betriebe auf bestimmte Bereiche spezialisierte hochtechnische Unternehmen.<\/p>\n<p>Das \u201aWohl der Tiere\u2018 und \u201awirtschaftlicher Nutzen\u2018 stehen in der Landwirtschaft von jeher nebeneinander. Der Bauer soll einerseits Natur- und Tiersch\u00fctzer sein, andererseits muss er von seiner Arbeit leben k\u00f6nnen. Um den zweiten Aspekt zu erf\u00fcllen, braucht er heute immer gr\u00f6\u00dfere Anbaufl\u00e4chen und immer gr\u00f6\u00dfere Maschinen. Er muss seine Methoden so w\u00e4hlen, dass die Saat gesch\u00fctzt vor Sch\u00e4dlingen und Umwelteinfl\u00fcssen keimen und gedeihen kann. Monokulturen scheinen zumindest auf Zeit effektiveren Ertrag zu bringen; sie erleichtern die Arbeit mit den Maschinen. Andererseits sind Monokulturen gef\u00e4hrlichen Sch\u00e4dlingen viel mehr ausgesetzt als Mischkulturen, die weit aufw\u00e4ndiger zu bewirtschaften sind. Spritzmittel zur Bek\u00e4mpfung von Unkraut, Sch\u00e4dlingen und Pilzerkrankungen sind wiederum f\u00fcr Wildtiere, V\u00f6gel und Insekten gef\u00e4hrlich. Kunstd\u00fcnger und die daraus folgende und fortschreitende Verschlechterung der B\u00f6den werden kritisch beleuchtet. Auch die Klimaver\u00e4nderung fordert ihren Tribut: D\u00fcrrezeiten und \u00dcberschwemmungen treten immer h\u00e4ufiger auf. In der Tierhaltung zielt Zucht darauf ab, immer bessere Leistungen von den Tieren zu erhalten, um auch dadurch den Gewinn zu steigern. Darunter leidet sehr oft das \u201aTierwohl\u2018. Obendrein ist die Konkurrenz aus L\u00e4ndern, die billiger produzieren k\u00f6nnen, h\u00f6chst herausfordernd.<\/p>\n<h3><strong>Gest\u00f6rtes Gleichgewicht auch in der Bienenhaltung<\/strong><\/h3>\n<p>Imker, vor allem solche, die von ihrem Betrieb leben, haben, um den Bedarf an Honig zu decken und um damit zu wirtschaften, seit jeher versucht, den Ertrag zu sichern und durch Zucht und Betriebsweisen, die allerdings nicht immer dem Bien gem\u00e4\u00df sind, zu steigern. Der Nutzen war und ist auch heute das bestimmende Ziel.<\/p>\n<p>Ein gewaltiger Unterschied ist es aber, ob die Imkerei zum Beruf gemacht wird und der Betreiber einer Imkerei davon lebt oder ob Bienenhaltung als Ausgleich zu einem anderen Beruf und aus Freude an den Bienen und am Imkern ausge\u00fcbt wird. Berufsimker m\u00fcssen ganz anders vorgehen als Freizeit-Imker. Sie stehen genauso wie die heutige Landwirtschaft unter dem Gesetz der Ertragssteigerung und Gewinnmaximierung. Fehler sind sofort als wirtschaftlicher Misserfolg zu verbuchen, das Wohl der Biene wird notgedrungen dem wirtschaftlichen Nutzen untergeordnet. Imker haben gelernt, in einem Baukastensystem zu arbeiten. Aspekte industrieller Produktion werden somit auf Lebewesen angewendet. St\u00e4nde von 40 V\u00f6lkern an einem Standort sind keine Seltenheit.<\/p>\n<p>Beim Ertrag geht es immer auch um die Leistungsf\u00e4higkeit der verwendeten Bienen. Die Zuchterfolge haben zu immer gr\u00f6\u00dferem Ertrag pro Volk gef\u00fchrt. Die Biene ist schon lange nicht mehr ein Zufallsergebnis einer nat\u00fcrlichen Vermehrung, sondern sie ist genauso ein <strong>Hochleistungstier<\/strong> wie die \u00fcbrigen in der Landwirtschaft genutzten Tiere.<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich sind \u00fcber <strong>450.000 Bienenv\u00f6lker<\/strong> unter der Obhut von \u00fcber <strong>33.000 Imkern<\/strong> unverzichtbare Best\u00e4uber von Nutz- und Zierpflanzen (2022). Der Durchschnitt der V\u00f6lker pro Imker liegt bei 13,7, wenn man die Berufsimker mitz\u00e4hlt. 1% Berufsimker besitzen in Summe aber mehr Bienenv\u00f6lker als die 99% Freizeit- und Nebenerwerbs-Imker. <strong>Nebenerwerbs- und Freizeitimker<\/strong> mit durchschnittlich 6 V\u00f6lkern, also in einer traditionellen kleinbetrieblichen Struktur, haben dennoch einen gro\u00dfen Anteil an der gesamten Best\u00e4ubungsleistung. <strong>Berufsimker<\/strong> mit mehr als 150 Bienenv\u00f6lker gibt es in \u00d6sterreich nur wenige, werden aber als richtungsweisend f\u00fcr die gesamte Imkerschaft erlebt. Magazine, Arbeitsweise und Zielsetzungen vor allem der Nebenerwerbsimker orientieren sich stark an denen der Berufsimker. Die Ausbildung zum Imker beruht auf den Richtlinien der Landwirtschaft und unterscheidet nicht, ob jemand als Berufsimker oder als Freizeit-Imker arbeiten will.<\/p>\n<p>Im Zuge einer \u201aVerwissenschaftlichung\u2018 der Imkerei hat leider auch ein Verlust einer ganzheitlichen Sicht stattgefunden. Die innere Verbindung des Imkers\/der Imkerin mit dem Bien ver\u00e4ndert sich, wenn der wirtschaftliche Nutzen zu sehr in den Vordergrund r\u00fcckt.<\/p>\n<p>Imkerei ist Tierhaltung und mit jeder Tierhaltung geht auch die <strong>Verantwortung f\u00fcr die Tiere<\/strong> einher. Viele Imker sind sich der Verantwortung, die sie mit dem Erwerb von Bienen \u00fcbernehmen, leider nicht bewusst.<\/p>\n<p>Der neue Trend, dass Firmen zur Erreichung ihrer SDGs (<span class=\"ILfuVd NA6bn UiGGAb\" lang=\"de\"><span class=\"hgKElc\">Sustainable Development Goals\/nachhaltige Entwicklungsziele<\/span><\/span>) nun Bienenv\u00f6lker am Betriebsgel\u00e4nde aufstellen, ist abzulehnen, sofern die Firmen nicht bereit sind, sich selbst mit den Tieren intensiv zu besch\u00e4ftigen. Die Auslagerung an Betreuungsfirmen ist meist sehr kritisch zu sehen, da damit auch oftmals weite Anfahrt eines Betreuungsimkers verbunden sind. Die Dachterrasse (meist in Form einer Schotterw\u00fcste) eines Supermarktes oder der Vorgarten einer schadstoffausscheidenden Fabrik sind kein optimaler Aufstellungsort f\u00fcr Bienenst\u00f6cke!<\/p>\n<p><strong>Belastungsfaktoren der Bienengesundheit<\/strong> sind folgende:<\/p>\n<ul>\n<li>einseitige Ern\u00e4hrung der Bienen in den Monokulturen der Landwirtschaft<\/li>\n<li>steigende Rationalisierung der imkerlichen Betriebsweisen<\/li>\n<li>die verwendeten Pflanzenschutzmittel<\/li>\n<li>verk\u00fcrzte Trachtzeiten,<\/li>\n<li>Krankheiten (Viruserkrankungen infolge der Varroabelastung)<\/li>\n<li>Sch\u00e4dlinge (kleiner Bienenstock- oder Beutenk\u00e4fer, Vespa Velutina), letztere als Folge der Globalisierung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die M\u00f6glichkeit, Bienen und K\u00f6niginnen unterschiedlicher Rasse und Herkunft (z. B. aus dem Internet) zu bestellen, nehmen inzwischen sehr viele Imker wahr, ohne \u00fcber die Folgen nachzudenken. Mit dem Import von fremden Bienen sind viele Gefahren\/Probleme verbunden, welche der Mensch meist nur schlecht absch\u00e4tzen und ausreichend beurteilen kann. Der \u201akleine Imker\u2018 scheut oft den Aufwand, <strong>Selektion<\/strong> und <strong>K\u00f6niginnenzucht<\/strong> zu betreiben und Belegstellen aufzusuchen. Standbegattung, immer noch die h\u00e4ufigste Form der Vermehrung von Bienenv\u00f6lkern, innerhalb einer gemischten Bienenpopulation f\u00fchrt zunehmend zu einer Vermischung der Bienenrassen und so findet man \u00fcberall <strong>Hybridv\u00f6lker <\/strong>mit ihren Nachteilen, vor allem der Verarmung des Genreichtums der angepassten <strong>autochthonen Rassen<\/strong>, die in Gefahr sind, mehr und mehr zu verschwinden.<\/p>\n<p>Hermann Pechhacker stellte fest:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Europa ist die nat\u00fcrliche Heimat der heute in der Welt verbreiteten Bienenrassen. Die Italienerbiene, die Carnica und zum Teil auch die Caucasica findet man heute \u00fcberall auf der Welt. Und was macht Europa? \u2013 es probiert alle Bienenrassen aus, importiert Bienen aus aller Welt und verbastardiert seine Landbiene und zerst\u00f6rt so die Populationen seiner bodenst\u00e4ndigen Bienenrassen. Die Chance Europas aber liegt f\u00fcr die Zukunft darin, seine nat\u00fcrlichen Genresourcen zu sch\u00fctzen und durch gute Zuchtarbeit zu verbessern. Das ist zum Nutzen der heimischen Imker und auch der Weltimkerei. Auch die Berufsimker Amerikas oder Australiens suchen heute eine leistungsf\u00e4hige und sanfte Biene. Europa sollte diese Chance n\u00fctzen, denn Hybridbienen sind nach dem derzeitigen Stand der Zucht kein Weg in die Zukunft. Au\u00dferdem sind verlorengegangene Genresourcen f\u00fcr immer verloren.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h3><strong>Ein Blick auf unseren Verein<\/strong><\/h3>\n<p>Die heute antreffbare Vielfalt von verschiedenen Herangehensweisen an die Imkerei spiegelt sich auch in unserem Verein. Wenn wir unseren Verein betrachten, so sind von 70 Mitgliedern nur sehr wenige im landwirtschaftlichen Bereich t\u00e4tig. Obwohl die Imkerei traditionell zur Landwirtschaft z\u00e4hlt, betreiben nunmehr Menschen mit ganz unterschiedlichem beruflichem Hintergrund die Imkerei in ihrer Freizeit, meist als Ausgleich zum Berufsleben, manche auch als Nebenerwerb.<\/p>\n<p>Ganz wichtig ist uns, dass in unserem Verein keine Konfrontation von \u201akonventionellen\u2018 und \u201aalternativen\u2018 Imkern stattfindet, sondern dass jeder die durchaus verschiedenen Zielsetzungen in der Begegnung mit den Bienen bei sich und den anderen anerkennt, dass Ver\u00e4nderung und Wissenserweiterung m\u00f6glich sind und dass Neuimker\/innen umfassend unterst\u00fctzt werden. Imker mit langer Erfahrung sind unersetzbar. Da gibt es auch in unserem Verein einige, die auf (fast) alles eine Antwort wissen und den Anf\u00e4ngern mit Rat und Tat zur Seite stehen.<\/p>\n<\/div><\/section><br \/>\n<div  class='av-social-sharing-box av-3z7wlt-4d5b64023c0daba936e487a1cc4c9d6b av-social-sharing-box-default  avia-builder-el-7  el_after_av_textblock  el_before_av_comments_list  av-social-sharing-box-fullwidth'><div class=\"av-share-box\"><h5 class='av-share-link-description av-no-toc '>Eintrag teilen<\/h5><ul class=\"av-share-box-list noLightbox\"><li class='av-share-link av-social-link-facebook avia_social_iconfont' ><a target=\"_blank\" aria-label=\"Teilen auf Facebook\" href='https:\/\/www.facebook.com\/sharer.php?u=https:\/\/imker-aigen.at\/index.php\/2023\/06\/04\/verschiedene-wege-in-der-imkerei\/&#038;t=Verschiedene%20Wege%20in%20der%20Imkerei' data-av_icon='\ue8f3' data-av_iconfont='entypo-fontello'  title='' data-avia-related-tooltip='Teilen auf Facebook'><span class='avia_hidden_link_text'>Teilen auf Facebook<\/span><\/a><\/li><li class='av-share-link av-social-link-twitter avia_social_iconfont' ><a target=\"_blank\" aria-label=\"Teilen auf X\" href='https:\/\/twitter.com\/share?text=Verschiedene%20Wege%20in%20der%20Imkerei&#038;url=https:\/\/imker-aigen.at\/?p=3937' data-av_icon='\ue932' data-av_iconfont='entypo-fontello'  title='' data-avia-related-tooltip='Teilen auf X'><span class='avia_hidden_link_text'>Teilen auf X<\/span><\/a><\/li><li class='av-share-link av-social-link-whatsapp avia_social_iconfont' ><a target=\"_blank\" aria-label=\"Teilen auf WhatsApp\" href='https:\/\/api.whatsapp.com\/send?text=https:\/\/imker-aigen.at\/index.php\/2023\/06\/04\/verschiedene-wege-in-der-imkerei\/' data-av_icon='\uf232' data-av_iconfont='entypo-fontello'  title='' data-avia-related-tooltip='Teilen auf WhatsApp'><span class='avia_hidden_link_text'>Teilen auf WhatsApp<\/span><\/a><\/li><li class='av-share-link av-social-link-pinterest avia_social_iconfont' ><a target=\"_blank\" aria-label=\"Teilen auf Pinterest\" href='https:\/\/pinterest.com\/pin\/create\/button\/?url=https%3A%2F%2Fimker-aigen.at%2Findex.php%2F2023%2F06%2F04%2Fverschiedene-wege-in-der-imkerei%2F&#038;description=Verschiedene%20Wege%20in%20der%20Imkerei&#038;media=https%3A%2F%2Fimker-aigen.at%2Fwp-content%2Fuploads%2F2023%2F06%2Fsign_heaven_hell.jpg' data-av_icon='\ue8f8' data-av_iconfont='entypo-fontello'  title='' data-avia-related-tooltip='Teilen auf Pinterest'><span class='avia_hidden_link_text'>Teilen auf Pinterest<\/span><\/a><\/li><li class='av-share-link av-social-link-linkedin avia_social_iconfont' ><a target=\"_blank\" aria-label=\"Teilen auf LinkedIn\" href='https:\/\/linkedin.com\/shareArticle?mini=true&#038;title=Verschiedene%20Wege%20in%20der%20Imkerei&#038;url=https:\/\/imker-aigen.at\/index.php\/2023\/06\/04\/verschiedene-wege-in-der-imkerei\/' data-av_icon='\ue8fc' data-av_iconfont='entypo-fontello'  title='' data-avia-related-tooltip='Teilen auf LinkedIn'><span class='avia_hidden_link_text'>Teilen auf LinkedIn<\/span><\/a><\/li><li class='av-share-link av-social-link-reddit avia_social_iconfont' ><a target=\"_blank\" aria-label=\"Teilen auf Reddit\" href='https:\/\/reddit.com\/submit?url=https:\/\/imker-aigen.at\/index.php\/2023\/06\/04\/verschiedene-wege-in-der-imkerei\/&#038;title=Verschiedene%20Wege%20in%20der%20Imkerei' data-av_icon='\ue927' data-av_iconfont='entypo-fontello'  title='' data-avia-related-tooltip='Teilen auf Reddit'><span class='avia_hidden_link_text'>Teilen auf Reddit<\/span><\/a><\/li><li class='av-share-link av-social-link-mail avia_social_iconfont' ><a  aria-label=\"Per E-Mail teilen\" href='mailto:?subject=Verschiedene%20Wege%20in%20der%20Imkerei&#038;body=https:\/\/imker-aigen.at\/index.php\/2023\/06\/04\/verschiedene-wege-in-der-imkerei\/' data-av_icon='\ue805' data-av_iconfont='entypo-fontello'  title='' data-avia-related-tooltip='Per E-Mail teilen'><span class='avia_hidden_link_text'>Per E-Mail teilen<\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div><\/div><br \/>\n<div  class='av-buildercomment av-204j9d-4d6e471c6083b505eff4d1d1dd3a75b3'><\/div><\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":3959,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[62,63,61,64,60],"class_list":["post-3937","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-knowledge","tag-artgemaess","tag-bienengesundheit","tag-bienenhaltung","tag-sustainable-development-goals","tag-wesensgemaess"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.3 - 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