Unser Bienenschwarm-Service

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Nachdem im Frühjahr das Leben in unseren Bienenstöcken erwacht, steht dann auch bald wieder die Schwarmzeit vor der Tür. Ab Ende April/Mitte Mai ist vermehrt mit Bienenschwärmen zu rechnen, die sich auf die Suche nach einem neuen Zuhause machen. Mit der Sommersonnenwende (21. Juni) geht der Schwarmtrieb wieder zurück.

Als engagierter Imkerverein sehen wir es als Teil unserer ehrenamtlichen Arbeit an, dass wir während der Schwarmzeit diesen Schwarmfangdienst organisieren und Ansprechpersonen im Verein zur Verfügung stellen. Unsere Schwarmfängergruppe ist bei Meldungen rasch zur Stelle und kümmert sich fachgerecht um das Einfangen der Bienenschwärme. Die Koordination erfolgt effizient über eine eigene WhatsApp-Gruppe innerhalb unseres Vereins, sodass schnell reagiert werden kann.

Wenn Sie einen Bienenschwarm entdecken, bitten wir Sie, uns diesen unkompliziert zu melden – entweder über unser Kontaktformular auf der Homepage oder per E-Mail an unsere Vereinsadresse (info@imker-aigen.at). Wir setzen uns umgehend mit Ihnen in Verbindung und kümmern uns verlässlich um die weitere Vorgehensweise.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung – gemeinsam tragen wir zum Schutz und Erhalt unserer Bienen bei!

Wenn Sie mehr über die Faszination Bienenschwarm erfahren möchten, haben wir hierzu einen Artikel geschrieben.

Bienenschwärme – Natürliches Verhalten mit Vor- und Nachteilen

Verwechslung mit anderen Hautflüglern (Wespen)

In letzter Zeit kommt es immer häufiger vor, dass unsere Honigbienen mit anderen Insekten verwechselt werden. Wespen (inkl. Hornissen) und Wildbienen sind zwar auch Hautflügler wie die Honigbienen, gehören jedoch anderen Gattungen an.  Werden wir als Imker zu einem Wespen- oder Hornissennest gerufen, können wir nicht helfen.

Da alle Schwarmfang-Einsätze für uns Imker mit Aufwand verbunden sind und wir diese Arbeit ehrenamtlich erledigen, sind wir natürlich bestrebt, Fehleinsätze zu vermeiden. Wir appellieren daher an die Bevölkerung, vermeintliche Bienenschwärme vorher genau zu beobachten und uns wirklich nur im Falle eines Bienenschwarms zu rufen. Wenn man sich ein paar Minuten Zeit nimmt, lassen sich die verschiedenen Insektenarten leicht voneinander unterscheiden. Es stehen auch bereits diverse Handy-Apps für eine Bestimmung zur Verfügung.

Wespen (inkl. Hornissen) erfüllen auch eine wichtige ökologische Funktion, und viele Arten sind geschützt. Europäische Hornisse genießen sogar einen besonders strengen Schutz. Ein Nest sollte nicht eigenständig entfernt oder zerstört werden. Fachleute müssen entscheiden, ob eine Umsiedlung möglich oder eine Beseitigung notwendig ist.
Sowohl Wespen als auch Hornissen stehen in Österreich unter naturschutzrechtlichem Schutz, allerdings nicht alle Arten im gleichen Ausmaß. Nester dürfen nicht ohne vernünftigen Grund zerstört werden. Eine Entfernung ist zulässig, wenn eine konkrete Gefährdung für Menschen besteht (z. B. im Wohnbereich, bei Allergikern oder an stark frequentierten Orten). Wenn man in Miete wohnt und von einem Nest gestört wird, sollte man zuerst den Vermieter oder die Hausverwaltung informieren. Diese beauftragen dann in der Regel eine Fachfirma.
Da bei vielen dieser Insekten nur die Königinnen überwintern und der Rest des Volkes im Herbst abstirbt, kann man, sofern keine unmittelbare Gefahr von einem Nest ausgeht, die Sache mit den störenden Insekten auch leicht aussitzen. Wichtig ist nur, dass man die Öffnungen der Nester im Spätherbst dann so verschließt, dass im nächsten Jahr nicht wieder Insekten einziehen können.