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Der Imkerverein Salzburg Aigen im Einsatz für den Nachwuchs

Von der Vorschule bis zur Mittelschule

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Open image in lightbox: Kinder der Praxis-VS der Pädagogischen Hochschule Open image in lightbox: Kinder der Praxis-VS der Pädagogischen Hochschule
Open image in lightbox: Kinder aus der Praxis-VS der Pädagogischen Hochschule beim Betrachten des Bienenkästchens Open image in lightbox: Kinder aus der Praxis-VS der Pädagogischen Hochschule beim Betrachten des Bienenkästchens
Open image in lightbox: Kinder der Vorschule der VS Liefering 2 beim Betrachten des Bienenkästchens Open image in lightbox: Kinder der Vorschule der VS Liefering 2 beim Betrachten des Bienenkästchens
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Autorin: Elisabeth Karl
Fotos: Praxis VS der PH Salzburg, VS Liefering2, (MMS Maxglan)

Motivation

Die Faszination für die Welt der Honig- und Wildbienen schon in jungen Jahren zu wecken, ist eine der wichtigsten Aufgaben unseres Imkervereins. Der Verein fördert damit das Verständnis für Natur- und Artenschutz bei Schülern.
Im Rahmen von Bienenworkshops besuchte ich im April und Mai eine Vorschulklasse in der VS Liefering2, eine erste Klasse der Praxis – Volksschule der Pädagogischen Hochschule und die 2A, 2B und 3B der Musikmittelschule Maxglan, um den Kindern die Honigsammlerinnen praktisch und hautnah näherzubringen.

Als Imkerverein ist es unser Ziel, neben dem theoretischen Wissen auch praktisches Wissen zu vermitteln. Ein absoluter Höhepunkt ist es daher, wenn ich den Kindern unser Bienenschaukästchen mit den lebenden Bienen und ihrer Königin zeige. In Kleingruppen konnten die Schülerinnen und Schüler dabei das faszinierende Gewimmel der Arbeiterinnen und das soziale Miteinander im Volk beobachten. Auch die Königin hatten alle sofort entdeckt, denn ihnen war natürlich aufgefallen, dass da eine große Biene zu sehen ist, die einen Farbpunkt und eine Zuchtnummer trägt. Ergänzend konnten die Schülerinnen und Schüler auch die Ausrüstung aus unserer täglichen Imkerarbeit anschauen. Sie durften das Imkerwerkzeug wie Stockmeißel, Besen und Smoker inspizieren und einige schlüpften auch in den Schleier und die Jacke.

Biologie zum Anfassen: Die drei Bienenwesen im Detail

Besonders spannend war für die Kinder der direkte Vergleich der drei Wesen des Bienenvolkes. Anhand von mir gesammelten (toten) Anschauungsobjekten konnten die Schüler die Unterschiede zwischen den drei Bienenwesen gut erkennen.

  • Die Arbeiterinnen: Sie übernehmen im Laufe ihres Lebens alle Aufgaben im Stock – vom Putzen, Füttern der Brut und der Verteidigung des Fluglochs bis hin zum Sammeln von Nektar und Pollen.
  • Die Drohnen: Die stachellosen, dickeren Männchen mit den großen Augen sind für die Kinder immer besonders interessant. Spannend ist immer, wenn sie erfahren, dass deren einzige Lebensaufgabe die Paarung mit einer Jungkönigin ist und sie anschließend sterben.
  • Die Königin: Die größte Biene mit dem ausgeprägten Hinterleib wurde sofort im Schaukästchen gesucht und immer sehr schnell gefunden.

Ausgebauter Rahmen, Mittelwand, Baurahmen, Wildbau

Anhand der Rahmen konnten die Schüler und Schülerinnen die Unterschiede zwischen einer unberührten, vorgeprägten Mittelwand aus reinem Bienenwachs, einem ausgebauten Rahmen und einem Baurahmen erkennen. Die Kinder konnten sehen, welch großartige Baumeister die Bienen sind und erkennen, wie Bienen auch ohne menschliche Vorgaben bauen. Vor allem beim Wildbau wird das gut sichtbar. Ich hatte ein kleines Stück, das ein Schwarm innerhalb von zwei Tagen in der Kiste baute, mitgenommen.

Wildbienen und Wespen im Vergleich

Mir ist es wichtig, auch einen Blick auf die Wildbienen zu werfen, daher hatte ich eine Hummel und eine Schwarze Holzbiene (beide ebenfalls tot) dabei. Die Schüler bemerkten vor allem den Größenunterschied zwischen Hummel (einer unserer wichtigsten Frühjahrsbestäuber), der schwarzen, blau schillernden Schwarzen Holzbiene und der Honigbiene. Ein Bub aus der Vorschulklasse wollte wissen, ob die Hummel die Bienenkönigin sei – vermutlich hat ihn die Größe so beeindruckt.  –Auch deshalb ist es vorrangig, die Kinder an die Thematik heranzuführen.

Ich hatte auch Wespen und ein kleines Wespennest mit und die Jugendlichen lernten, dass Wespen keine Wachswaben, sondern papierartige Nester aus zerkautem Holz bauen.

Und in der Mittelschule hat sich herausgestellt, dass einer der Buben in der 3. Klasse seit einem Monat Imker ist – er hat ein Schwarmvolk bekommen und steigt jetzt in die Imkerei ein. Viel Freude damit.

Wichtig war mir noch, das Verhalten in der Nähe von Bienen oder Wildbienen oder Wespen zu besprechen. Von Klein bis Groß wissen jetzt alle, dass es am besten ist „einzufrieren“ bzw. zu „versteinern“, das können auch die kleineren Schüler und Schülerinnen schon gut und dass diese Insekten üblicherweise nur stechen, wenn sie sich, ihre Nahrung oder ihre Brut gefährdet sehen.

Ein herzliches Dankeschön!

Danke an alle Lehrerinnen für die gute Zusammenarbeit. Ich freue mich immer über das große Interesse der Kinder beim Beobachten der Bienen im Schaukästchen und die Begeisterung, wenn sie die Königin finden. Zudem zeigen mir ihre Fragen, dass Bienen, unabhängig, ob es sich um Honigbienen oder Wildbienen handelt, die Schüler und Schülerinnen faszinieren und beeindrucken.

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