Autorin: Elisabeth Karl

Auch dieses Jahr war ich wieder mit den Bienen in Bildungseinrichtungen unterwegs. Im Vorfeld besuche ich alle Standorte, an denen ich die Workshops halte, um die Rahmenbedingungen abzuklären. Mir ist es wichtig, mit den LehrerInnen und ElementarpädagogInnen zu sprechen, um mich über den Wissensstand der Kinder und eventuelle Besonderheiten am Standort zu informieren.
Zu den Workshops nehme ich meine „Werkzeugkiste“ mit, die mit Imkerwerkzeug, Rähmchen, toten Bienen und Drohnen sowie Pollen gefüllt ist. Dieses Jahr hatte ich auch eine tote Schwarze Holzbiene dabei, die ich gefunden hatte. Einige Tage vorher schicke ich den Schulen Arbeitsblätter mit Rätseln und Ausmalbildern zu Bienen zu oder nehme sie mit, wie beim Kindergarten. Damit können die Lehrkräfte und Elementarpädagoginnen den Besuch noch nachbereiten. Zudem überlege ich mir nur eine grobe Struktur für den Ablauf, die ich je nach Alter der Kinder anpasse, um flexibel auf die unterschiedlichen Wissensstände und Interessen eingehen zu können.

Mein erster Einsatz – Volksschule Liefering 2

Im Juni hatte ich meinen ersten Einsatz in einer Vorschulklasse der VS Liefering 2. Die Kinder waren sehr interessiert, besonders das Probieren des Imkerhutes machte ihnen viel Spaß. Vor allem waren sie ganz gespannt auf die echten Bienen. Ich hatte von unserem Obmann eine Miniplusbeute bekommen. Aus dieser nahm ich am Workshoptag ein Rähmchen mit der Königin und steckte es in die Schaubeute, die ich im Transportkasten mitnahm. Wenn ich die Schaubeute dann aus dem Kasten zog, stieg die Spannung beträchtlich an. In kleinen Gruppen konnten die Kinder schließlich die Königin und die Arbeiterinnen bestaunen. Schon im Vorfeld kamen Fragen, ob da drinnen echte Bienen wären und ob sie nicht herauskönnten.

Zu Besuch bei der Mittelschule Schloßstraße in Parsch

Am 26.06.2025 war ich in der Mittelschule Schloßstraße in Parsch. An diesem sehr heißen Tag fanden die beiden Workshops für die Klassen 2B und 2A im 2. Stock statt, der sich sozusagen in einer Sauna befand. Dies tat dem Interesse der Kinder jedoch keinen Abbruch. Begeistert gaben sie die Rähmchen weiter. In einem befand sich noch etwas Honig, den alle kosten wollten. Auch sie waren sehr gespannt auf die Bienen. Während sich einige in kleinen Gruppen um mich und die Bienen scharten, lösten die anderen Bienenrätsel.

Zu Besuch bei der Mittelschule Golling

Es ging dann fast nahtlos weiter mit drei Workshops an der Mittelschule Golling am 27.06.2025. Glücklicherweise war es an diesem Tag nicht mehr ganz so heiß, sodass es auch im zweiten Stock einigermaßen erträglich war. Auch hier waren alle drei Klassen sehr interessiert. Vor allem die Schüler der dritten Einheit haben mir viele Fragen gestellt. Sie verkosteten sogar das Wachs der Honigwabe. Die Klassensprecherin bedankte sich am Ende bei mir und meinte, obwohl sie aus dem Unterricht schon vieles über Bienen gewusst hätten, sei doch noch das eine oder andere Neue dabei gewesen. Ich musste etwas grinsen und war natürlich sehr froh, doch noch für Wissenzuwachs gesorgt zu haben. Auch bei den Gollinger Schüler*innen war die Schaubeute das Highlight. Allen Gruppen fiel sofort die Biene auf, die größer war und einen Farbpunkt hatte. Ihnen war auch gleich klar, dass es sich dabei um die Königin handeln musste. Meistens wurde auch die Frage gestellt, warum sie einen grünen Punkt habe und wie dieser auf die Königin gekommen sei.

Zu Besuch im Pfarrkindergarten Herrnau

Der letzte Workshop fand im Pfarrkindergarten Herrnau statt. Zwei Gruppen von Schulanfängern waren hochmotiviert und neugierig auf Werkzeug, Imkerhut und Honig. Auch sie wussten schon einiges über Bienen. Bei der Honigverkostung vergaben vor allem die Buben jede Menge Punkte. Vor allem der Waldhonig kam gut an. Ein Bub vergab sogar 1 Million Punkte. Und auch bei ihnen waren die „echten Bienen“ der absolute Höhepunkt.

Resümee

Bei allen Workshops war es mir wichtig, die Kinder darauf hinzuweisen, dass sie sich vor Bienen nicht fürchten müssen und diese nur dann stechen, wenn sie sich bedroht fühlen.
Insgesamt habe ich sieben Workshops an vier Standorten durchgeführt, die mir viel Spaß gemacht haben. Als ehemalige Lehrerin und Schulleiterin einer Mittelschule ist es schön, für kurze Zeit in den Schulbetrieb zurückzukehren, um Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren einen Einblick in die Bienenwelt zu geben, sie auf die Zusammenhänge in der Natur hinzuweisen und sie dafür zu sensibilisieren, sich für eine lebenswerte Umwelt einzusetzen.

1 Kommentar
  1. admin
    admin sagte:

    Herzlichen Dank Elisabeth, für dein ehrenamtliches Engagement! Es ist jedes Jahr aufs Neue erfreulich, mit welchem Einsatz und Freude die Kinder- und Jugendtage in unserem Verein durchgeführt werden. Du leistest sicherlich einen wertvollen Beitrag dazu, dass unsere Kinder und Jugendlichen auch abseits von virtuellen Welten und künstlicher Intelligenz die notwendige Bodenhaftung entwickeln können. Gerade in Zeiten des Klimawandels und des Artensterbens ist es wichtig, dass sie den Wert der Natur und der Landwirtschaft erkennen und schätzen lernen. Liebe Grüße + Danke, Bernd

    Antworten

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