Bericht über die Jahreshauptversammlung 2026 der Imker-Ortsgruppe Salzburg Stadt + Umgebung (Maxglan)
Autor: Bernd Meierhofer
Am 17. Jänner 2026 fand im Gasthaus Königgut in Wals die Jahreshauptversammlung der Imker-Ortsgruppe Salzburg Stadt & Umgebung (Maxglan) statt. Zahlreiche Mitglieder der Ortsgruppe, aber auch Imkerinnen und Imker aus anderen Imker-Ortsgruppen und Zuchtvereinen, folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Weiterbildung. Einige Mitglieder des Salzburger Landesverbandes für Imkerei und Bienenzucht mussten sich leider entschuldigen und somit war Herr Dietmar Eppenschwendtner als einziger Vertreter des Landesverbandes anwesend.
Vor den Fachvorträgen wurden auch vereinsinterne Themen behandelt und Vertreter der Carnica Zuchtgruppe Salzburg und der AMZ gaben einen kurzen Rückblick über die Zuchtsaison 2025. Es gab ein Totengedenken für verstorbene Mitglieder und Imkerkollegen (hier wurde auch dem kürzlich verstorbenen Gerhard Forthofer gedacht) sowie den Kassabericht des vergangenen Jahres. Darüber hinaus wurden kurz die Themen 100-Jahr-Feier und Info-Schautafeln angesprochen:
- Bei der 100-Jahr-Feier wird versucht, diese mit dem Biofest Salzburg zu koppeln. Da derzeit jedoch noch nicht klar ist, ob und wann das Biofest Salzburg wieder stattfinden wird, bleibt auch die Durchführung der 100-Jahr-Feier ungewiss.
- Die Info-Schautafeln sollen auf jeden Fall produziert werden, und es wird hierzu im Frühjahr ein Update geben.
Zuchtsaison 2025 der Carnica Zuchtgruppe Salzburg
Da der Vertreter der Carnica Zuchtgruppe Salzburg, Herr Hutzinger Josef, aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte, übernahm der Obmann der Ortsgruppe, Daniel Pfeifenberger, die Präsentation seiner Folien. 2025 wurden 6.043 Königinnen auf den zehn Belegstellen in Salzburg aufgefahren (15 % Apis mellifera mellifera (2 Belegstellen) und 85 % Apis mellifera carnica (8 Belegstellen) 2.575 Königinnen wurden auf den beiden Carnica-Belegstellen LS1 (Strobl, Begattungserfolg 84,9%) und LS5 (Abtenau, Begattungserfolg 81,9%) der Carnica Zuchtgruppe Salzburg aufgefahren. Die Carnica Zuchtgruppe Salzburg verantwortet 2025 somit die Hälfte aller Carnica-Königinnen im Bundesland Salzburg
Zuchtsaison 2025 der AMZ (Dunkle Biene)
Frau Christina Hötzinger und Herr Raimund Prexel berichteten gemeinsam über die Geschehnisse bei der Zucht der Dunklen Bienen im letzten Jahr. Auf den beiden Belegstellen LS2 (Schwabalm, Begattungserfolg 75%) und LS6 (Schüttbachgraben, Begattungserfolg 64%) wurden 874 Königinnen aufgefahren. Leider sieht es bei der Zucht der Dunklen Bienen nicht sehr rosig aus. DNA-Untersuchungen haben ergeben, dass nur noch sehr wenig genetisches Restmaterial vorhanden ist und sich die Erhaltungszucht der Dunklen Bienen bereits in einem sehr kritischen Stadium befindet. Mittels künstlicher Besamung wurde 2025 versucht aus den verfügbaren Restbeständen noch genetisch reine Vatervöker für die Belegstellen zu erstellen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Erhalungszucht gelingt und sich beim Bestand der dunklen Bienen wieder eine Trendwende einstellt.
Nun folgten die Fachvorträge.
Fachvortrag: Grundlagen der Zucht und Selektion bei der Honigbiene (MMag. Christina Hötzinger)
Frau Hötzinger erklärte die Grundlagen der Zucht und Selektion bei der Honigbiene und versuchte dabei, anhand von sehr einfachen und humorvoll gestalteten Folien die Paarungsbiologie der Honigbiene sowie die Vererbung genetischer Eigenschaften anschaulich darzustellen.
Besonders eingegangen wurde auf die genetischen Besonderheiten der Honigbiene: Während Drohnen aus unbefruchteten Eiern entstehen und daher nur einen einfachen Chromosomensatz (haploid, 16 Chromosomen) besitzen, entwickeln sich weibliche Bienen aus befruchteten Eiern. Diese erhalten ihren Chromosomensatz sowohl aus dem Ei der Bienenkönigin als auch aus dem in der Spermatheka der Königin gespeicherten Samen mehrerer Drohnen (32 Chromosomen). Diese Besonderheiten bilden eine wesentliche Grundlage für das Verständnis züchterischer Maßnahmen in der Imkerei.
Im weiteren Verlauf des Vortrags ging Frau Hötzinger auf die Zucht varroaresistenter Bienen ein. Dabei werden derzeit gezielt Bienenvölker mit besonderen VSH-Eigenschaften (Varroa Sensitive Hygiene) selektiert und für die Zucht eingesetzt. Als zentrale Herausforderung wurde jedoch dargestellt, dass diese VSH-Eigenschaften rezessiv und nicht dominant vererbt werden. Dies bedeutet, dass sich die gewünschten Merkmale nicht automatisch in der nächsten Generation durchsetzen, sondern sich gemäß den Mendelschen Vererbungsregeln in den Folgegenerationen wieder aufspalten. Dadurch ist es äußerst schwierig, diese Eigenschaften langfristig erbstabil zu halten. Frau Hötzinger versuchte, diese komplexen genetischen Zusammenhänge möglichst einfach und verständlich zu erklären, stieß dabei jedoch teilweise an die Vorstellungskraft einzelner Teilnehmer, was die hohe Komplexität des Themas nochmals unterstrich.
Im weiteren Verlauf des Vortrags ging Frau Hötzinger auch auf die Arbeitsweise des Vereins „Bienenzuchtgruppe Oberösterreich Salzburg“ ein, die auch sehr stark auf die künstliche Besamung von Bienenköniginnen setzt. Nach ihrer Einschätzung dauert die eigentliche Besamung einer Königin lediglich ein bis zwei Minuten, wobei der zeitlich und technisch aufwendigste Teil der Arbeit im Einsammeln des Drohnenspermas liegt. Als Vorteil dieser Methode wurde angeführt, dass der Begattungserfolg bei der künstlichen Besamung bei nahezu 100 % liege und damit deutlich höher sei als bei der Begattung auf Belegstellen.
Anmerkung: ein direkter Vergleich der Begattungserfolge zwischen künstlicher Besamung und Belegstellenbegattung ist eigentlich nicht zulässig. Während die künstliche Besamung unter kontrollierten Laborbedingungen erfolgt, handelt es sich bei der Belegstellenbegattung um eine natürliche Begattung, die unter deutlich variableren Rahmenbedingungen stattfindet. Die Begattungskästchen stehen dabei meist über einen Zeitraum von zwei Wochen auf den Belegstellen und werden von unterschiedlichen Züchtern in unterschiedlicher Qualität angeliefert. In dieser Zeit können zahlreiche unvorhersehbare Ereignisse auftreten (z.B.: Verlusten durch Fressfeinde, etwa wenn Königinnen während des Begattungsfluges von hungrigen Vögeln erbeutet werden). Diese Risiken machen einen wesentlichen Unterschied zur technisch kontrollierten künstlichen Besamung aus.
In der letzten Bienenzeitung (Ausgab 01/2026) ist bei einem Bericht über ein Treffen der Varroaresistenz-2033-Gruppe in der Schweiz zu lesen, dass von 260 instrumentell besamten Königinnen in Folge 218 in Eilage gingen. Bei dieser instrumentellen Besamung lag der Begattungserfolg somit bei ca. 83,9%. Dieser Wert wäre ident mit den Begattungserfolgen einer natürlichen Belegstellenbegattung.
Die SDI-Methode (Single Drone Insemination, künstliche Ein-Drohnen-Besamung) wurde von Frau Hötzinger als eine bevorzugte Zuchtmethode angeführt, da damit die Genetik eines Drohns zum Tragen kommt,
Korrektur aufgrund des Kommentars vom 22.1.2026:alle Nachkommen Halbgeschwister sind und die Vererbung – insbesondere die der Varroaresistenz – klarer hervortritt.alle weiblichen Nachkommen Schwestern sind und die Vererbung – insbesondere die der Varroaresistenz – klarer hervortritt.
Anmerkung: Diese Zuchtmethode entspricht jedoch nicht dem natürlichen Verhalten im Bienenstock, da dort durch die Begattung mit mehreren Drohnen üblicherweise mehrere Gruppen von Halbgeschwistern und somit andere Stockgefüge entstehen. Auch andere negative Aspekte der künstlichen Besamung dürfen nicht unerwähnt bleiben, da im Falle von SDI natürlich die Gefahr von Inzucht steigt bzw. mit der künstlichen Besamung auch Anpaarungen ermöglicht werden, welche in der Natur eigentlich unmöglich wären (der Tod der Drohnen nach der Begattung ist ein wichtiger Teil des Fortpflanzungsprozesses der Bienen). Auch die Lebensdauer der instrumentell besamten Königinnen soll geringer sein. Gerade die Lebensdauer der Königinnen wäre aber auch ein wesentlicher Faktor um gute Genetik möglichst lange erhalten zu können.
Ergänzend führte Frau Hötzinger aus, dass die für die künstliche Besamung vorgesehenen Königinnen vorab einer Sichtkontrolle unterzogen werden. Dabei wird überprüft, ob die gezüchteten Königinnen keine äußerlich erkennbaren Schäden oder Fehlbildungen aufweisen. Erst danach werden die Königinnen für die Besamung vorbereitet und mittels CO₂ narkotisiert. Nach Aussage von Frau Hötzinger wirkt sich diese CO₂-Narkose positiv auf die Fruchtbarkeit der Königinnen aus und könne die Aufnahme des Spermas begünstigen.
Korrektur aufgrund des Kommentars vom 20.1.2026:
Sie vertrat zudem die Ansicht, dass die CO₂-Gabe als sehr natürlich zu betrachten sei, da Königinnen beim Hochzeitsflug große Höhen erreichen, mehr CO₂ bekommen und in Folge besser begattet werden.Hier wird bei der künstlichen Besamung der gleiche Effekt genutzt wie beim Hochzeitsflug der Bienenköniginnen. Durch die intensive Muskeltätigkeit steigt der CO₂ Gehalt und die Eierstöcke werden aktiviert. Die Königin geht dann rasch in Eilage.
Anmerkung: Diese Aussage hält jedoch einem kurzen Faktencheck nicht stand, da der CO₂-Gehalt der Atmosphäre bis in Höhen von etwa 100 Kilometern weitgehend konstant bleibt. Ein erhöhter CO₂-Gehalt in größeren Höhen kann daher nicht als Erklärung für eine gesteigerte Fruchtbarkeit herangezogen werden. Die CO₂-Narkose stellt somit vielmehr eine technische Maßnahme der künstlichen Besamung dar und ist nicht direkt mit den natürlichen Bedingungen des Hochzeitsfluges vergleichbar. Der häufig als Hauptverursacher der Klimaerwärmung genannte Anstieg der CO₂-Konzentration in der Atmosphäre wird die Fruchtbarkeit unserer Bienenköniginnen wohl auch zukünftig nicht maßgeblich beeinflussen.
Anmerkung: Das bei der Zellatmung im Körper entstehende CO₂, welches bei Anregung des Stoffwechsels (Bewegung) auch steigen kann, darf nicht mit einer CO₂-Narkose verglichen werden. Die Nebenwirkungen/Auswirkungen einer CO₂-Narkose sind keinesfalls unbedenklich und sollten auch nicht beschönigt werden. Eine Überdosierung von CO₂ ist sicherlich für kein Lebewesen harmlos und nicht alle Effekte sind reversibel.
Zum Abschluss ihres Vortrages wies Frau Hötzinger noch auf eine bevorstehende Fachveranstaltung hin. Von 25. bis 27. September 2026 soll die „Internationale Tagung Varroaresistenz 2033“ stattfinden, die bei der Heizungsfirma Hargassner in Weng abgehalten wird. Diese Tagung richtet sich an Züchterinnen und Züchter sowie an fachlich interessierte Imkerinnen und Imker und soll den Austausch rund um das Thema Varroaresistenz weiter fördern.
Fachvortrag: Erfahrungen aus der praktischen Bienenzucht im Bio-Imkereibetrieb (Dr. Stefan Mandl oder „der Mann mit dem roten Pullover“)
Im zweiten Vortrag berichtete Herr Mandl über seine praktischen Erfahrungen in der Resistenzzucht der Carnica-Biene in seinem imkerlichen Betrieb, der als größter Bio-Imkereibetrieb Europas gilt. Er bewirtschaftet derzeit rund 15.000 Bienenvölker zur Honigproduktion sowie etwa 2.100 Prüfvölker, die gezielt für züchterische Auswertungen eingesetzt werden. Er startet seinen Vortrag mit dem Hinweis, dass die meisten Imker eigentlich nur Bienenhalter sind und die Zucht bei vielen Imkerinnen und Imkern noch einen zu geringen Stellenwert einnimmt. Dabei muss Zucht nicht zwangsläufig einen hohen Zeitaufwand verursachen – schließlich bezeichnet er sich selbst als faulen Imker.
Für Herrn Mandl gilt das Thema Varroaresistenz in seinem Betrieb bereits als erreicht, da sich in seinen Beständen bereits einzelne Bienenvölker befinden, die im Zeitraum von 2021 bis 2024 ohne jegliche Varroabehandlung ausgekommen sind. Gleichzeitig wies er jedoch darauf hin, dass der gesamtbetriebliche Verbrauch an Behandlungsmitteln, insbesondere von Ameisensäure, bislang noch nicht spürbar zurückgegangen ist. Dies verdeutlicht, dass trotz einzelner sehr robuster Völker weiterhin ein erheblicher Aufwand notwendig ist, um die Gesundheit der gesamten Betriebsbestände sicherzustellen.
Aufgrund der großen Anzahl an Bienenvölkern ist Herr Mandl gezwungen, seine Arbeitsabläufe konsequent zu optimieren und stets auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Blick zu behalten. Derzeit ist die Arbeit in seinem Betrieb so organisiert, dass er im Jahresdurchschnitt mit etwa zwei Stunden Arbeitszeit pro Bienenvolk auskommt. Diese Effizienz ist eine wesentliche Voraussetzung für die wirtschaftliche Führung eines Betriebs dieser Größenordnung.
Ein weiterer Schwerpunkt seines Vortrags lag auf dem Erhalt der genetischen Breite innerhalb der Carnica-Bienenpopulation. Herr Mandl betonte, dass in jeder Bienenpopulation – abseits der Varroaresistenz – zahlreiche weitere Eigenschaften vorhanden sind oder künftig an Bedeutung gewinnen können. Als Beispiel nannte er eine alte Carnica-Linie, die sich durch ein außergewöhnlich starkes Sammeln und Einlagern von Propolis auszeichnet. Solche Eigenschaften seien wertvoll und sollten im Rahmen der Zuchtarbeit nicht verloren gehen.
Darüber hinaus führte Herr Mandl aus, dass die für die züchterische Selektion der Bienenvölker notwendigen Arbeitsschritte grundsätzlich nicht sehr zeitintensiv sein müssen. Nachdem eine begrenzte Anzahl an Zuchtwerten erfasst wurde, können diese effizient weiterverarbeitet werden. Der Honigertrag stellt dabei nach wie vor den wichtigsten Zuchtwert dar, da er indirekt auch Rückschlüsse auf die Vitalität und Gesundheit der Bienenvölker zulässt.
Die erhobenen Daten werden im Anschluss im Rahmen einer Zuchtwertschätzung ausgewertet. Herr Mandl nutzt hierfür das BeeBreed-System, das mit dem in der Tierzucht am weitesten verbreiteten BLUP-Animal-Modell arbeitet. In diese Berechnungen fließen nicht nur die Leistungen der einzelnen Völker ein, sondern auch die Zuchtwerte verwandter Linien, wodurch die genetischen Zusammenhänge innerhalb der Population berücksichtigt werden. Dieses Vorgehen ermöglicht eine fundierte und vergleichbare Bewertung der züchterischen Leistungen.
Im Zusammenhang mit der Selektion auf Varroaresistenz erläuterte Herr Mandl, dass er in seinem Betrieb den Puderzuckertest zur Ermittlung des Milbenbefalls einsetzt. Neuerdings verwendet er dabei Maisstärke anstelle von Puderzucker, da diese weniger zur Verklebung neigt und sich in der praktischen Anwendung besser bewährt hat.
Für die Beurteilung des Befalls gelten in seinem Betrieb klar definierte Schadschwellen:
Im Juli liegt die Grenze bei 1 % Milbenbefall, was fünf Milben pro 50 g Bienen entspricht. In den Monaten August, September und Oktober wird eine Schadschwelle von 2 % Milbenbefall angesetzt, was zehn Milben pro 50 g Bienen entspricht.
Behandelt werden ausschließlich jene Bienenvölker, die diese Schadschwellen erreichen oder überschreiten. Alle anderen Völker gehen ohne Varroabehandlung in den Winter, wodurch eine gezielte Selektion auf widerstandsfähige Völker ermöglicht wird.
Resümee
Die Jahreshauptversammlung bot somit nicht nur Raum für vereinsinterne Angelegenheiten, sondern lieferte auch wertvolle fachliche Impulse für die zukünftige imkerliche Arbeit.
Wir sind der Ortsgruppe Salzburg Stadt & Umgebung (Maxglan) sehr dankbar für die Einladung zur Veranstaltung und für die Organisation der Fachvorträge. Die Vorträge – insbesondere der über die Genetik der Honigbiene – waren für Züchterinnen und Züchter sicherlich sehr spannend, für reine Bienenhalter aber vermutlich zu tiefgründig.
Bei der Genetik spielen neben der rein rechnerischen Chromosomen-Kombinatorik zusätzlich Themen wie Gendrift, Mutation und Epigenetik auch eine Rolle. Gerade die Epigenetik darf bei der Honigbiene eigentlich nicht unerwähnt bleiben. Allein durch unterschiedliches Futter bei gleicher genetischer Ausstattung können unterschiedliche Wesensformen entstehen – Königin oder Arbeiterin. Darüber hinaus haben lokale Umweltanpassungen einen wesentlichen Einfluss auf die Bienenzucht. Auf diese Aspekte wurde im Vortrag jedoch nicht eingegangen, obwohl sie für ein vollständiges Verständnis der Bienenzucht relevant sind.
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Vielen Dank für die vielen Mühen, die du dir mit den Zusammenfassungen machst. Eine Anmerkung erlaube ich mir, da Meiner Meinung nach der Absatz über die CO2-Narkose nicht korrekt wiedergegeben wurde.
Durch die Anstrengung der Königin beim Hochzeitsflug in große Höhen verändert sich durch die intensive Muskeltätigkeit der CO2-Gehalt, was die Eierstöcke aktiviert. Die Königin geht dann rasch in Eilage. Die CO2-Narkose bei der instrumentellen Besamung hat den gleichen Effekt.
Zu deinem Resümee: Daniel hatte mich um einfache Grundlagen zur Paarungsbiologie und den Zuchtweg der BZG gebeten mit einer Sprechzeit von 30 min. Deinem Anspruch, ein „vollständiges Verständnis der Bienenzucht“ zu vermitteln kann ich in diesem Fall nicht gerecht werden. Trotzdem vielen Dank für das Interesse.
Liebe Grüße
Christina
Liebe Christina,
danke für deine Anmerkung/Klarstellung. Mir war nicht klar, dass hier die normale Zellatmung gemeint war. Sorry, falls ich dich da missverstanden habe. Das bei der Zellatmung im Körper entstehende CO₂, welches bei Anregung des Stoffwechsels (Bewegung) auch steigen kann, darf meines Erachtens aber nicht mit einer CO₂-Narkose verglichen werden. Die Nebenwirkungen/Auswirkungen einer CO₂-Narkose sind keinesfalls unbedenklich und sollten auch nicht beschönigt werden. Eine Überdosierung von CO₂ ist sicherlich für kein Lebewesen harmlos und nicht alle Effekte sind reversibel. Im Detail können dies die Biolog*innen und Ärzt*innen in unserer Ortsgruppe sicherlich besser erklären. Die rasche Einlage könnte auch eine Stressreaktion sein. Liebe Grüße, Bernd
Lieber Bernd,
ich habe mich im ersten Kommentar auf einen Punkt beschränkt, da ich nicht i-Tüpferl reiten wollte. Da ich durch deine Korrektur sehe, dass dir eine richtige Darstellung sehr wichtig ist, möchte ich dich noch auf weitere Dinge hinweisen, die von dir ergänzt/interpretiert wurden und meiner Meinung nach nicht richtig sind.
Ein SDI Volk besteht nicht aus Halbschwestern. Halbschwestern haben verschiedene Väter. Es besteht aus einer einzigen Schwesterngruppe, man nennt diese Superschwestern, da sie alle den gleichen Vater haben. Im Vortrag habe ich erläutert, dass die Spermien eines Drohns genetisch identisch sind. Das führt zu einer engeren Verwandtschaft als Schwestern (im dem Sinn, wie wir es bei Säugetieren verstehen, wo der gleiche Vater jeder Schwester eine etwas andere Genetik mitgibt) aufweisen.
Du schreibst, ich hätte behauptet, die CO₂-Narkose würde sich positiv auf die Fruchtbarkeit der Königinnen auswirken und könne die Aufnahme des Spermas begünstigen. Ich glaube, du hast das vermischt mit meiner Aussage, dass bei der Einwanderung des Spermas in die Spermatheka die Temperatur und Umgebungsbedingungen eine große Rolle spielen. Optimale Bedingungen begünstigen die Einwanderung des Spermas in die Samenblase.
Zur Erfolgsquote bei der Instrumentellen Besamung. Hier kam die Frage aus dem Publikum, wie gut das funktionieren würde. Wenn das jemand gut beherrscht (und auch die Königinnen gut aufgezogen und vorbereitet sind), können Quoten von 90-95% erreicht werden.
Nochmals vielen Dank für dein Engagement, die Informationen deinen Mitgliedern richtig zur Verfügung zu stellen. Bei den Anmerkungen könntest du vielleicht noch ergänzen „Anmerkungen des Autors“ damit auch klar ist, von wem welche Aussagen kommen.
Ich wünsche dir noch einen guten Start in die Saison,
liebe Grüße
Christina
Liebe Christina, es freut mich, dass unsere Berichte so aufmerksam gelesen werden und wir so eine breite Leserschaft haben. Unsere Berichte/Protokolle sollten eigentlich nur wiedergeben, was erzählt bzw. vorgefallen ist. Es handelt sich um Gedächtnisprotokolle und nicht um transkribierte Audio-Mitschnitte. Vor einer Veröffentlichung werden diese auch immer geprüft. Im konkreten Fall von mehreren Personen die ebenfalls bei der Veranstaltung dabei waren. Bei neuen Informationen erlauben wir uns im Nachgang auch Prüfungen durchzuführen. Diese Ergänzungen werden aber im Text klar ausgewiesen (Hinweis „Anmerkung“). Dies ist auch eine durchaus übliche und zulässige Vorgehensweise. Bei mehreren Autoren muss man sicherlich klarstellen, von wem die Anmerkung kommt. Im konkreten Fall gibt es aber nur einen Autor. Die weiblichen Nachkommen von Vater und Mutter sind natürlich Schwestern und keine Halbgeschwister. Dies ist ein klarer Fehler und wurde im Text nun korrigiert. Liebe Grüße, Bernd