Schulbesuch bei der der Praxismittelschule der Pädagogischen Hochschule Stefan Zweig

Beuten, Waben und der Bien

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Autorin: Elisabeth Karl

Vorgeschichte

Thomas Kornfeind, Lehrer an der Praxismittelschule der Pädagogischen Hochschule Stefan Zweig, plant mit seiner Klasse im Schuljahr 2025/26 ein Projekt, bei dem voraussichtlich Bienenprodukte eine Rolle spielen werden. Derzeit lässt sich das noch nicht genauer sagen, da es von den Ideen und dem Interesse der Kinder abhängt, was im nächsten Jahr umgesetzt wird. Im Vorfeld ist es ihm wichtig, dass sich die Kinder grundsätzlich mit Bienen auseinandersetzen. Dies steht auch im Biologie-Lehrplan der zweiten Klasse. Unser Imkerverein wurde gebeten, ihn bei diesem Vorhaben zu unterstützen. Diesem Wunsch sind wir selbstverständlich gerne nachgekommen.

Der Schulbesuch

Nach einem ersten Abstimmungstreffen wurde am 12. November 2025 mit der 2B Klasse gearbeitet. Es waren 23 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Studentinnen anwesend. Die Schule ist eine Ausbildungsstätte für Lehramtsstudierende. Das Lehrerteam war an diesem Tag interessierter Zuhörer und Zuschauer. Bei meinen Schulbesuchen zeige ich den Kindern und dem Lehrpersonal zunächst immer das Imkerwerkzeug – vom Stockmeißel bis zum Smoker. Den Schleier dürfen alle, die möchten, probieren. Außerdem habe ich immer Mittelwände, ausgebaute Rahmen und Honigrahmen dabei, die jedes Kind in die Hand nehmen darf.

Die Kinder der 2B konnten die Rahmen mit denen aus der mitgebrachten Fotobeute vergleichen. Interessant ist, dass ihnen eine gezeichnete, etwas größere Biene immer sehr schnell auffällt. Auch unter den „echten” Bienen, die ich dabei hatte – sie waren natürlich bereits tot – fiel ihnen rasch die markierte Königin auf. Größer und markiert, die muss etwas Besonderes sein. Größer, plumper und mit großen Augen ist auch nicht alltäglich. So erfuhren die Kinder auch einiges über die Drohnen. Die Arbeitsteilung der Arbeiterinnen im Bienenstock sollten sie dann in einer Internetrecherche selbst erarbeiten und ihre Ergebnisse kurz vorstellen.  Die noch offenen Fragen der Kinder habe ich dann versucht bestmöglich zu beantworten.

Die toten Bienen hatte ich im Sommer gesammelt und für derartige Gelegenheiten eingefroren. Auch eine blauschwarze Holzbiene konnte ich „konserviert“ vorzeigen, was gleich für Aufregung sorgte. Somit gab es dann auch einen kurzen Exkurs zu den Wildbienen.

Resümee

Alles in allem hatte ich selbst viel Spaß bei der Arbeit mit den Kindern. Ihre Rückmeldungen waren durchweg positiv. Ich denke, sie haben im Rahmen dieses Schulbesuchs einen ersten Einblick in die Bienenwelt und die Arbeit des Imkers bekommen. Wenn sich die Kinder im Rahmen ihres Projekts nun näher mit den verschiedenen Bienenprodukten auseinandersetzen, werden sie sicher noch tiefer in die Materie eintauchen. Den Abschluss wird voraussichtlich im Frühling ein Besuch des neuen Lehrbienenstands am Imkerhof in Koppl bilden. Dieses Schulprojekt ist sicherlich eine tolle Sache, um Kindern die faszinierende Welt der Bienen näherzubringen.

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